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Hausinstallationskontrollen

Wer ist für die Sicherheit von Elektroinstallationen verantwortlich?

Der Installations- resp. Hauseigentümer ist für die Sicherheit der elektrischen Installationen verant-wortlich. Bei allfälligen Personen- oder Sachschäden, verursacht durch mangelhafte Installationen, ist primär der Installationseigentümer haftbar!

Was ist durch den Installations- resp. Hauseigentümer zu veranlassen?

Der Eigentümer der elektrischen Installationen oder dessen Vertreter (z.B. Gebäudeverwaltung) hat einer dazu berechtigten Unternehmung den Auftrag für die Sicherheitsprüfung und die Ausstellung eines entsprechenden Sicherheitsnachweises zu erteilen.

Was ist ein Sicherheitsnachweis?

In diesem Dokument bestätigt die kontrollierende Person, dass die elektrischen Installationen des Gebäudes oder einer Eigentumswohnung den geltenden Sicherheitsanforderungen entsprechen und allfällige Mängel behoben worden sind. Der Inhalt dieses Dokumentes ist gesamtschweizerisch ge-regelt. Dieser Nachweis ist durch den Gebäudeeigentümer aufzubewahren und auf Verlangen vorzu-weisen.

Wer ist berechtigt, die periodische Kontrolle auszuführen?

Unternehmungen bzw. Personen (Elektroinstallateure, Elektrokontrolleure, Elektrosicherheits-berater) welche nicht an Planung, Erstellung, Änderung oder Instandstellung der zu kontrollierenden elektrischen Installationen beteiligt waren und über eine Kontrollbewilligung des Eidg. Starkstrom-inspektorates (ESTI) verfügen. Das Starkstrominspektorat führt ein öffentliches Verzeichnis über die Kontrollbewilligungen. Dieses Verzeichnis ist im Internet unter www.esti.admin.ch publiziert.

Wer darf eventuelle Mängel beheben?

Allfällige Mängel sind durch eine konzessionierte Installationsfirma beheben zu lassen. Mit der Mängelbehebung dürfen auch Firmen beauftragt werden, die bereits in der Liegenschaft gearbeitet haben. Der Sicherheitsnachweis darf erst ausgestellt werden, wenn sämtliche Mängel behoben wurden. Da bis zum vorgegebenen Fristende nicht nur die Kontrolle durchzuführen ist, sondern auch die Mängel behoben werden müssen, ist folgendes zu beachten:

  • Frühzeitig Auftrag vergeben bzw. Kontrolle veranlassen.
  • Bei festgestellten Mängeln umgehend eine Elektroinstallationsfirma mit der Mängel-behebung beauftragen.
  • Eingabefrist für Sicherheitsnachweis beachten.

Wer bezahlt die Kontrolle?

Die Aufwände der Kontrolle und die Mängelbehebungen sind durch den Installationseigentümer zu bezahlen.

Wie oft ist die periodische Kontrolle durchzuführen?

  • Wohnbauten alle 20 Jahre
  • Landwirtschaftliche Betriebe, gewerbliche Werkstätten, Bürogebäude, Läden, Kirchen alle 10 Jahre
  • Räume mit Personenansammlungen (z.B. Warenhäuser, Schulhäuser, Kino, Heime, Restaurants, Hotels, Bars) alle 5 Jahre
  • Tankstellen, Autoreparaturwerkstätten alle 5 Jahre
  • Baustellen, Temporäre Installationen und Märkte jährlich

Eigentümerwechsel / Handänderung

Wird ein Gebäude oder eine Eigentumswohnung mit Kotrollturnus von 10 oder 20 Jahren verkauft, ist durch den Verkäufer oder den Käufer eine unabhängige Installationskontrolle zu veranlassen. Der Sicherheitsnachweis ist der Netzbetreiberin einzureichen.
Ausnahme: Wenn innerhalb der letzten 5 Jahre bereits eine periodische Kontrolle durchgeführt wurde, müssen die Installationen nicht nochmals geprüft werden.

Kann eine Fristverlängerung eingereicht werden?

Auf begründetes Gesuch hin (z.B. bevorstehender Umbau mit Einreichen der Baubewilligung, Handänderung) kann die Frist bis max. 12 Monate nach Ablauf der festgelegten Kontrollperiode verlängert werden.

Aufbewahren der Unterlagen

Der Eigentümer ist verpflichtet, das Original des Sicherheitsnachweises aufzubewahren und eine Kopie* davon der Netzbetreiberin zuzustellen. Beim Eintreffen eines Schadenfalles dient dieses Dokument als Nachweis dafür, dass die gesetzlichen Prüfungen vorgenommen wurden und zu diesem Zeitpunkt die Installationen den gültigen Normen und Vorschriften entsprachen.

(* Das Kontrollunternehmen erledigt dies in der Regel für den Eigentümer)

Was passiert wenn der Sicherheitsnachweis unvollständig ist oder nicht eingereicht wird?

Die Netzbetreiberin ist gesetzlich verpflichtet, unvollständige oder offensichtlich unrichtige Sicherheitsnachweise zurückzuweisen und die notwendigen Massnahmen anzuordnen. Wird kein Sicherheitsnachweis innerhalb der Frist eingereicht, so muss die Durchsetzung der periodischen Kontrolle dem Eidg. Starkstrominspektorat übergeben werden, allfällige Folgekosten trägt der Installationsinhaber.

Was ist bei Neu- und Umbauten, Renovationen und Erweiterungen zu beachten?

Vor der Übergabe der elektrischen Installationen an den Eigentümer muss die Elektroinstallations-firma eine Schlusskontrolle durchführen und in einem Sicherheitsnachweis (mit Mess- und Prüf-protokoll) die Ergebnisse der Kontrolle festhalten. Das Original ist wie bei der periodischen Kontrolle durch den Eigentümer aufzubewahren und eine Kopie der Netzbetreiberin zuzustellen.

  • Bei Wohnbauten mit einer Kontrollperiode von 20 Jahren darf die Schlusskontrolle und die Erstellung des Sicherheitsnachweises durch den beteiligten Elektroinstallateur erledigt werden.
  • Bei Installationen mit einer Kontrollperiode von weniger als 20 Jahren ist der Eigentümer zudem verpflichtet, nach der Übernahme der Installation innerhalb von sechs Monaten eine unabhängige Abnahmekontrolle durch ein berechtigtes Kontrollorgan durchführen zu lassen.

Ablauf einer Kontrolle

Die Installationskontrolle umfasst die Sichtkontrolle, Funktionskontrolle und genau definierte Messungen der elektrischen Anlage. Sofern keine Mängel festgestellt werden, stellen wir dem Kunden den Sicherheitsnachweis aus und senden eine Kopie an das zuständige Energieversorgungs-unternehmen. Bei allfälligen Mängeln, wird ein Mängelbericht erstellt und nach der Erledigung durch einen Elektroinstallateur der Sicherheitsnachweis ausgestellt.